“… und jetzt wäre ich gern kreativ!”
Kreativ zaubern zu können, ist schwer mit dem Kopf durch die Wand erreichbar. Damit Ihnen Visualisierungs-Ideen kommen, wenn Sie diese benötigen hier ein paar Tipps für eine kontinuierliche Vorbereitung:
- die kreativen Ressourcen regelmäßig auffüllen,
- seinen Alpha-Zustand kennen,
- kreative Rituale pflegen.
Kreative Ressourcen auffüllen „Art is an image-using system. In order to create, we draw from our inner well. This inner well, an artistic reservoir, is ideally like a well-stocked trout pond. … We must become alert enough to consciously replenish our creative resources as we draw on them – to restock the trout pond, so to speak. I call this process filling the well.“ (Cameron, 1995) Auch wenn sie kein/e Künstler/in werden wollen, der innere kreative Reichtum verbraucht sich mit jedem kreativen Akt z.B. der Visualisierung von Wissen, die Sie herstellen. Zwei grundlegende Wege, Ihr inneres kreatives Reservoir aufzufüllen sind hilfreich:
- allgemeine Wege,
- spezielle Wege für Ihre speziellen Visualisierungs-Herausforderungen.
Allgemeine Wege: Wie das persönliche „Gesundheitskonto“, bei dem wir nicht nur entnehmen, sondern auch zuführen sollten (Schlaf, Vitamine,…), braucht auch Kreativität „Nahrung“. Dafür schlägt Julia Cameron (siehe Zitat oben) das „Artist’s Date“ vor. Einmal in der Woche etwas für sich zu tun. Sich Zeit nehmen, um eine Beziehung zur eigenen Kreativität zu bekommen, sie zu pflegen, zu kultivieren. Die trocken gewordenen Kreativitätsquellen wieder füllen. Mit dem was zu uns passt, uns Spaß macht – eine Ausstellung besuchen, zu Hause umräumen, Musik hören, schwimmen gehen, ein neues Kochrezept ausprobieren, Farben verwenden, … – Vergnügen haben, wie auch immer. Spielerisch und nur wir ganz allein für uns. Spezielle Wege: Sich kontinuierlich Inspirationen für eigene Visualisierungen von Wissen holen – unseren Blog lesen, vielleicht unsere Kurse besuchen, sowie von weiteren thematischen Beispielen lernen, z.B. scheinbar mühelos am Flipchart/Whiteboard zeichnen (Paddy Hirsch von American Public Media), Statistik-Diagramme kritisch hinterfragen (Junk Charts Blog), mindestens einmal/Woche eine andere Visualisierungsart ausprobieren (A Periodic Table of Visualization Methods). Seinen Alpha-Zustand kennen „Das Wissen um den richtigen Zeitpunkt ist der halbe Erfolg.“ Maurice Couve De Murville „Nach dem Erwachen, wenn unser Gehirn noch nicht auf vollen Touren ist, sind wir im sogenannten Alpha-Zustand. … Im Alpha-Zustand ist der geistige Fokus nach innen gerichtet, wir sind etwas verträumt und noch nicht ganz präsent. Dafür sind unsere Phantasie, unsere Assoziationsfähigkeit sowie die geistige Integrationsfähigkeit sehr hoch und wir kommen in diesem sehr entspannten Zustand oft auf gute Ideen und Lösungsansätze.“ (Steiner, 2005) Die gerühmten Ideen unter der Dusche! Kreative Rituale pflegen Wenn es Ihnen leicht fällt, eine Visualisierungs-Aufgabe zu bearbeiten, beobachten Sie bitte die Umstände dabei. War Ruhe im Büro oder viel los? Stand eine Tasse Kaffee neben Ihnen oder war Schokolade zur Hand? Das Telefon abgestellt oder ruft um diese Zeit sowieso niemand an? Haben sie erst alles mit der Hand skizziert oder in einem MindMap-Programm nachgedacht? Wenn Sie sich eigener Rituale, die Sie einen gute kreative Stimmung bringen, bewusst werden und können Sie diese immer wieder gezielt nutzen. Alles Gute dafür! Quellen: (Cameron, 1995) Julia Cameron „The Artist’s Way – A Spritual Path to Higher Creativity“ Pan Books London Basingstoke and Oxford 1995 (Steiner, 2005) Verena Steiner „Energiekompetenz – Produktiver denken, wirkungsvoller arbeiten, entspannter leben. Eine Anleitung für Vielbeschäftigte, für Kopfarbeit und Management“ Pendo München und Zürich 2005 Danke für den Paddy Hirsch-Tipp an einen Teilnehmer meines Seminars an der Wirtschaftsuniversität Wien im Mai 2010.

