Gezeichnete Wirklichkeit: Comic-Journalismus und journalistische Qualität

Sommerzeit ist Lesezeit – Teil 2

Gezeichnete Wirklichkeit: Comic-Journalismus und journalistische Qualität

 

 

„Don’t believe everything that you see.
Unless it’s comics.“
Dan Archer
(S. iii)

Heute habe ich für Sie und für mich 😉 die Diplomarbeit von Lukas Plank (FH Wien, Studiengang Journalismus & Neue Medien) gelesen.

Lukas Plank erlebte ich auf dem Podium der twenty.twenty-Veranstaltung „Sehenswerte News“. Neugierig geworden, habe ich ihm danach noch Fragen gestellt und danke ihm sehr, dass ich seine hochinteressante Diplomarbeit (Thema = Überschrift dieses Blogposts) lesen durfte. Hier stelle ich sie vor und ziehe auch Schlußfolgerungen für die Nutzung von Comics im Wissensmanagement.

 

Was ist Comic-Journalismus?

Eine mögliche Definition: „Comic-Journalismus bezeichnet zu räumlichen Sequenzen angeordnete, bildliche oder andere Zeichen, die Informationen vermitteln sollen und eine ästhetische Wirkung bei der Betrachterin bzw. dem Betrachter erzeugen können. Das Ziel der Informationsvermittlung steht über jenem der ästhetischen Wirkung. Die Zeichen müssen wissenschaftlich publizierte journalistische Qualitätskriterien jedenfalls teilweise und idealerweise bestmöglich erfüllen.„ (S.42)

Damit springen wir schon in den ersten Teil dieser Diplomarbeit:

  • was sind „Dimensionen journalistischer Qualität“,
  • Comic, Graphic Novel & Co., welche Arten gibt es
  • und wie wird ein Comic strategisch strukturiert (visuel, textuell).

Lukas Plank beschäftigt sich jedoch nicht „nur“ explorativ mit dieser Journalismusform sondern erstellt auch einen Leitfaden dazu, „wie man guten Comic-Journalismus macht, so dass er die journalistischen Qualitätskriterien von Ruß-Mohl erfüllt“.

Und der krönende Abschluss dieser lexikalischen (!) Arbeit ist ein eigenes, beeindruckendes Comic-Journalimus-Beispiel zu Synästhesie.

 

„Because it’s drawn, therefore subjective!“

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Wer hat Angst vorm bösen Rotkäppchen? – Rollen im Projekt

Eine Sommergeschichte aus der Projektwerkstatt

Von meiner Kooperationspartnerin Annette Berger, Projektwerkstatt.
Vielen Dank, Annette.

Rollen im ProjektDie Mutter sagt zu Rotkäppchen: „Geh und bring Deiner alten schwachen Großmutter etwas vom Kuchen und nimm ihr gleich die Flasche Medizin aus der Apotheke mit. Geh schön ordentlich auf dem Weg, sonst fällst Du und die Flasche zerbricht. Dann kann die Großmutter nicht gesund werden.“

Rotkäppchen ist sauer, immer muss sie zur Großmutter. Kann doch die Mutter selbst erledigen.

Als sie schlechtgelaunt und wütend durch den Wald läuft, begegnet ihr der Wolf. Der Wolf hat ein Grinsen im Gesicht und freut sich. Endlich hat er jemand, mit dem er sich über den neuesten Tratsch aus dem Dorf unterhalten kann. Rotkäppchen denkt: „Der schon wieder, der fehlt mir gerade noch. Vorige Woche hat der mich auch schon so blöd angemacht. Der verdient jetzt einen Denkzettel.“ Sie wartet bis er nahe genug ist, dann holt sie aus und verpasst ihm einen Tritt.

 

Moment, das stimmt so nicht . . .

Nach diesen wenigen Zeilen stellen Sie schon fest: „Hier stimmt was nicht, das passt so nicht. Die Geschichte vom Rotkäppchen ist so nicht richtig! Rotkäppchen ist ein freundliches Mädchen. Es würde niemals grundlos den Wolf angreifen. Und der Wolf ist eigentlich der Bösewicht in der Geschichte.“

Wenn wir Rotkäppchen und der Wolf hören, dann haben wir in etwa diese Vorstellung, dieses Bild von Beiden im Kopf:

 

Rollen im Projekt - das liebe RotkäppchenDie Rolle „Das liebe Rotkäppchen“

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Einladung: GfWM KnowledgeCamp „Wissen auf Wanderschaft“

GfWM KnowledgeCamp "Wissen auf Wanderschaft"

Das GfWM Knowledge Camp „Wissen auf Wanderschaft“ will Wissensflüsse in unserer globalisierten Welt und deren Auswirkungen betrachten.
Ich organisiere das KnowledgeCamp mit und freue mich darauf, Ihnen zu begegnen und dieses Thema vielfältig zu beleuchten.

„In einer globalisierten Welt verfügen längst nicht mehr nur Großkonzerne und NGO über internationale Niederlassungen, auch Klein- und Mittelbetriebe betreiben weltweit verteilte Standorte. Fachliches Know-how fließt von hier nach dort und umgekehrt.

Solange die grenzüberschreitenden Wissensflüsse weitgehend ausbalanciert bleiben, herrscht für alle beteiligten Player eine Win-win-Situation. Kommt es jedoch zu asymmetrischen Wissensflüssen, können diese im Extremfall darin münden, dass die Mehrzahl an „klugen Köpfen“ eines Landes oder auch einer Region abwandern.

Das KnowledgeCamp “Wissen auf Wanderschaft“ lädt ein, dazu oder zu benachbarten Themen in Austausch zu treten, eigene Zugänge, Ideen, Fragen einzubringen, um auf Basis dessen neue Arbeitsmethoden und -formen für Wissensentwicklung, -teilung, -bewertung und strategiegeleitetem Einsatz zu entwickeln.“ (Gesellschaft für Wissensmanagement Österreich)

Alle weiteren Infos und die Anmeldung finden Sie hier.

Tweets zum KnowledgeCamp finden Sie bereits jetzt unter #gkcö15

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WISSENSMANAGEMENT beflügelt – Wie Sie einen unbegrenzten ROHSTOFF aktivieren.

Sommerzeit ist Lesezeit – Teil 1

WISSENSMANAGEMENT beflügelt – Wie Sie einen unbegrenzten ROHSTOFF aktivieren.„Weitsichtiges Wissensmanagement beflügelt die Produktivität jeder Organisation.„

„Unser Buch soll ermutigen!“, sagen die Herausgeber. „Ziel ist es das häufig allzu schwerfällige Thema Wissensmanagement zu entfesseln und den Leserinnen und Lesern Ansatzpunkte zu bieten, sich selbst von den Fesseln verschiedener Probleme, die auf missglücktem oder fehlendem Wissensmanagement basieren, zu befreien.“

 

Das Buch…

… versucht sein Ziel als Sammelband mit 16 Beiträgen zu erreichen. Nach meiner Lektüre ist für mich das Ziel erreicht. Es ist eine sehr praxisnahe, leicht verständliche und inspirative Sammlung entstanden, die meiner Meinung nach gleichermaßen Inspirationen bietet für jemanden, der sich relativ neu mit dem Thema beschäftigt, wie für jemanden, der theoretisch und praktisch schon tief in diesem Thema steht.

Zielgruppen der Herausgeber sind

  • „Pragmatiker,
  • Strategen,
  • Liebhaber abstrakter Modelle,
  • Berater,
  • leitende Angestellte,
  • Vertreter aus Konzernen, Behörden wie auch KMUs,
  • erfahrene Manager, die etwas Neues lernen wollen,
  • Digital Natives, die ihnen bekannte Perspektiven im Lichte anderer Managementtraditionen einordnen möchten“.

Sehr überraschend, interessant und hilfreich fand ich die 7 Lesewege durch’s Buch, die zusätzlich zum Inhaltsverzeichnis angeboten werden. Zum Beispiel weiterlesen…

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So bleiben Metaphern als Stories in Erinnerung

Metapher Mining for Information

Dieses Semester habe ich in zwei verschiedenen Studiengängen danach gefragt, was für die StudentInnen Wissen ist. Einmal habe ich um eine gegenständliche Metapher gebeten und einmal um eine kurze Beschreibung, die wiederum fast immer Metaphern enthielt.

Ich war vom Feedback begeistert und berührt – vor allem auch wieder von der Möglichkeit mit Metaphern Minigeschichte zu erzählen, die vielfältige Aspekte enthalten, zum (Weiter-)Denken anregen und die im Gedächtnis haften bleiben.

Daher möchte ich Ihnen hier 3 Tipps dafür zeigen:

 

Die Metapher als Handlungsanleitung

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